
Als kürzlich überall geleakte Videos kursierten, fragten sich viele in den sozialen Medien: „Ist es an der Zeit, dass die AV-Branche komplett unzensiert wird?“
Ehrlich gesagt, halte ich das für unmöglich. Neben den unüberwindbaren rechtlichen Hürden ist der wichtigste Grund, dass Zensurmaßnahmen zu effektiv sind. In einem früheren Artikel auf United Daily News erwähnte ich, dass die Zensur durch Produktionsfirmen neben der „Vertuschung von Unangenehmem“ auch als „Vertuschung“ dient. Szenen wie Ejakulation, Squirting und Oralsex lassen sich alle mit Mosaiken simulieren…
Manche mögen einwenden: „Wäre es dann nicht besser, Mosaike ganz abzuschaffen? Wäre es nicht besser, wenn der männliche Darsteller die Genitalien der weiblichen Darstellerin direkt berührt, sie weit öffnet und ein realistisches Gefühl dafür bekommt?“
Das stimmt. Laut den Agenturen ist Zensur zwar problematisch, aber eine vollständige Aufhebung der Zensur könnte die Anzahl der Produktionen in der Branche potenziell halbieren. Denn die inhaltliche Vielfalt wäre geringer, männliche Darsteller stünden unter größerem Druck und die Karrieren weiblicher Darstellerinnen würden kürzer.

Glauben Sie nicht? Dann schauen wir uns das Werk „Chi○Pogomu Ningen“ an, das, vereinfacht gesagt, ein Schwesterwerk von One Piece ist. „Penis“ erzählt die Geschichte eines Oberschülers, der wegen seines kleinen Penis gemobbt wird. Um dem Stigma zu entkommen, bestellt er online einen „Feiglingsfeind“ und schluckt ihn, ohne die Anleitung zu lesen.
Dadurch verwandelt er sich vom Feigling in Ruffy und wird unglaublich flexibel. Er kann seinen Penis ausfahren und wieder einfahren. Das Video zeigt, wie Hoshikawa Rinkas Kopf vollständig von ihrer Vorhaut umschlossen wird, bevor sie gezwungen wird, ihm einen Blowjob zu geben, wobei ihr Penis wiederholt um sie gewickelt wird. Anschließend benutzt sie seinen Penis als Waffe, um den Schulrüpel Shimotsuki Runa zu besiegen, und fährt ihn dann noch weiter aus, um präventiv die Freundin eines anderen zu penetrieren. Schließlich, in einer wahrhaft absurden Wendung der Ereignisse, verlängert Ruffy seinen Penis auf 150 Zentimeter und präsentiert dabei fünf Schauspielerinnen seinen nackten Hintern.
Ruffys Kleidung ist natürlich fragwürdig, aber der springende Punkt ist, dass alle Spezialeffekte und das Make-up durch Mosaike verdeckt werden. Ich denke, genau das macht japanische AV so interessant: Mosaike erfüllen neben der bloßen Verdeckung der Genitalien männlicher und weiblicher Darsteller noch andere Funktionen.
Ich schreibe das nicht, um Mosaike zu verteidigen, sondern um allen zu verdeutlichen, dass es ohne Mosaike wahrscheinlich nicht den Spruch „SOD ist alles echt“ gäbe. Kein Wunder also, dass Produktionsfirmen diesen Prozess nicht unbedingt umgehen wollen, obwohl das Anbringen von Mosaiken viel Zeit in Anspruch nimmt – Mosaike sind einfach so nützlich!