Eimi Fukada präsentiert in diesem Film die reifste Seite ihrer Schauspielkarriere. Die Kulisse des Hochzeitshotels verleiht dem gesamten Werk eine sorgfältig inszenierte Intimität, und die Komposition sowie die Lichtgestaltung sind deutlich verbessert und ergänzen ihre zunehmend souveräne Darstellung. Die Interaktion der beiden im Zimmer entwickelt sich von anfänglicher, zärtlicher Vertrautheit zu völliger Versenkung und zeugt von meisterhafter Kontrolle über den Rhythmus. In dieser Phase ihrer Karriere hat Fukada die leichte Unsicherheit ihrer frühen Jahre abgelegt und sie durch eine selbstbewusstere Körpersprache und ausdrucksstärkere Mimik ersetzt. In dem Moment, als sie sich auf die weißen Laken legte, das Gesicht ins Kissen gepresst, den Blick verträumt in die Kamera gerichtet, besaß das Bild eine einzigartige Magie, die reifen Frauen eigen ist und den Zuschauer fesselte. Die Dichte und Intensität der zweiten Hälfte bilden das absolute Herzstück des Films; es wird empfohlen, ihn mit einer hochwertigen Audioanlage zu genießen.

Ein repräsentatives Werk aus Eimi Fukadas reifer Schaffensphase, ein doppelter Genuss für Auge und Inhalt.
