Mia Kaminaris neues Werk präsentiert ein kühnes und direktes Thema – einen ganzen Tag intensiver Leidenschaft nach einer dreißigtägigen Abstinenz. Hinter dieser extremen Szenerie verbirgt sich eine offene Auseinandersetzung mit den erotischen Reaktionen des menschlichen Körpers unter extremen Bedingungen. Kaminaris eigene Eigenschaften passen hervorragend zu diesem Thema; Ihr lebendiger Körper, in einem Zustand extremer Erregung, zeigt einen Realismus, der schwer zu imitieren ist.

In mehreren aufeinanderfolgenden Höhepunktszenen sind ihre Mimik und Stimme vielschichtig, und ihre Emotionen entwickeln sich stufenweise, ohne eintönig oder repetitiv zu wirken. Aus filmischer Sicht ist die Chronologie des Films sehr sorgfältig gestaltet. Untertitel markieren die Zeitpunkte und verbinden die Ereignisse des Tages, wodurch der Film eine dokumentarische, fast rituelle Wirkung erhält. Die Spannung steigerte sich stetig und gipfelte in einem kraftvollen und explosiven Finale spät in der Nacht. Mia Kamikis Ausdauer und Konzentration waren beeindruckend; sie lieferte in allen sechs Szenen eine konstant hohe Leistung ab. Für Zuschauer, die spannungsgeladene und intensive Filme lieben, ist dies zweifellos ein Meisterwerk der letzten Zeit, das man gesehen haben muss.