
Laut einem Bericht in *Toyo Keizai* ging man früher davon aus, dass AV-Darstellerinnen sehr hart arbeiten und entsprechend viel verdienen. Die Realität sieht jedoch anders aus. Viele Schauspielerinnen kämpfen ums Überleben, leben in heruntergekommenen Wohnungen und können nicht einmal ihre Telefonrechnungen bezahlen. Der Grund dafür ist die Verbreitung kostenloser Websites wie Caribbeancom und XVIDEOS. Junge Menschen sind es bereits gewohnt, Erwachsenenfilme online zu konsumieren und sind nicht bereit, dafür zu bezahlen, was zu einem deutlichen Rückgang des AV-Marktes führt.
Wie bereits erwähnt, liegen die aktuellen durchschnittlichen AV-Verkäufe in Japan nur noch bei 30–40 % ihres Höchststandes. Hinzu kommt die grassierende Piraterie aus dem Ausland, die das Überleben der Produktionsfirmen zunehmend erschwert. Durchschnittliche Darstellerinnen, die nur ein oder zwei Filme drehen und keinen Ruhm erlangen, werden nach ihrem Einsatz praktisch fallen gelassen oder sogar wie Fremde behandelt. Dies führt dazu, dass viele von ihnen immer verarmen und kaum noch ihren Lebensunterhalt bestreiten können, ohne ihre wirtschaftliche Lage zu verbessern.
Und wie sehen die genauen Zahlen aus? Das Jahresgehalt von durchschnittlichen AV-Darstellerinnen, die nicht so populär sind wie Yua Mikami oder Seiko Takahashi, ist tatsächlich niedriger als man vielleicht vermuten würde und entspricht in etwa dem einer Altenpflegekraft. DMM, Japans größte Website für Erwachsenenvideos, scheint den möglichen Zusammenbruch der AV-Branche vorausgesehen zu haben und hat ihr Geschäft bereits auf Anime-Idole ausgeweitet, um ihr Geschäft zu erweitern und ihre Grundlage zu festigen – eine wahrlich schwierige Situation.